Johnson Matthey und KBR kooperieren zur Lizenzierung eines Ammoniak-Methanol-Prozesses

27. August 2020

Johnson Matthey und KBR kooperieren zur Lizenzierung eines Ammoniak-Methanol-Prozesses

Das britische Spezialchemieunternehmen Johnson Matthey (JM) und das US-amerikanische Ingenieur- und Bauunternehmen KBR wollen gemeinsam ein "bahnbrechendes" Verfahren zur Koproduktion von Ammoniak und Methanol lizenzieren.

Das Verfahren kombiniert die Methanol-Technologie von JM und die firmeneigene Ammoniak-Reinigungstechnologie von KBR. Die Unternehmen sagten, dass die Koproduktion von Methanol und Ammoniak in einer einzigen Anlage die Duplizierung von Ausrüstung im Vergleich zu zwei eigenständigen Anlagen eliminiert und somit die Investitionsausgaben reduziert. Darüber hinaus verringern Synergien zwischen den beiden Technologien, wie z.B. gemeinsame Versorgungseinrichtungen, die Umweltbelastung und die Betriebskosten einer Anlage sowie den Energieverbrauch.

Das Verfahren bietet auch die Flexibilität, die Produktion zu optimieren und an die Möglichkeiten des Marktes anzupassen, im Gegensatz zu getrennten Werken, die an ein bestimmtes Produkt gebunden sind.
"Methanol und Ammoniak sind viel versprechend für den weiteren Übergang von Energie und Brennstoffen in eine nachhaltigere Welt", sagte John Gordon, Geschäftsführer von JM. "Unsere Partnerschaft mit KBR bringt die Ammoniak-Methanol-Produktion auf die nächste Stufe mit einer Single-Point-Lizenz, die innovative Betriebsflexibilität bietet, um die sich ständig ändernde Marktnachfrage zu befriedigen".

Ammoniak wird in erster Linie zur Herstellung von Harnstoff für Düngemittel verwendet, während Methanol und seine Derivate hauptsächlich zur Herstellung von Formaldehyd, Acrylkunststoffen, synthetischen Geweben, Klebstoffen, Farben und anderen Bestandteilen von Pharmazeutika und Agrochemikalien verwendet werden.
KBR hat seit den 1960er Jahren weltweit fast 250 Ammoniak-Anlagen lizenziert, konstruiert oder gebaut, während JM in mehr als 45 Jahren über 100 Methanol-Anlagen lizenziert hat.

Weitere Informationen finden Sie unter www.chemanager-online.com/

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