Sanofi will neuen europäischen Hersteller für pharmazeutische Wirkstoffe gründen

26. Februar 2020

Sanofi will neuen europäischen Hersteller für pharmazeutische Wirkstoffe gründen

Der französische Arzneimittelhersteller Sanofi plant die Gründung eines neuen Unternehmens zur Produktion und Vermarktung von aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (API) für die pharmazeutische Industrie.

Das Unternehmen würde nach eigenen Angaben dazu beitragen, die Produktion sowie die Lieferkapazitäten in Europa und darüber hinaus zu unterstützen und zu sichern. Ein neuer Anbieter könnte einen Beitrag leisten, die starke Anhängigkeit Europas von Asien auszubalancieren.

Laut dem CPA-Branchenbericht von 2019 befinden sich rund 60% des weltweiten API-Produktionsvolumens in China und Indien.

Das eigenständige Unternehmen mit Sitz in Frankreich würde die kommerziellen und entwicklungsbezogenen API-Aktivitäten von Sanofi mit sechs seiner europäischen API-Produktionsstätten in Brindisi (Italien), Frankfurt (Deutschland), Haverhill (Großbritannien), St. Aubin les Elbeuf (Frankreich), Újpest (Ungarn) und Vertolaye (Frankreich) zusammenführen.

Der neue, namentlich noch nicht bekannte Anbieter mit 3.100 Fachkräften und einem prognostizierten Umsatz von 1 Mrd. EUR bis 2022 werde weltweit an zweiter Stelle stehen, so das französische Pharmaunternehmen. Vorläufige Pläne sehen vor, den neuen Wirkstoffhersteller an der Euronext-Börse in Paris an die Börse zu bringen, wobei eine Entscheidung bis 2022 getroffen werden soll, abhängig von den Marktbedingungen.

Sanofi sagte, dass das Unternehmen, an dem es eine 30%ige Beteiligung halten werde, über ein breites Portfolio an Volumen- und Nischenprodukten, hohe Qualitätsstandards, wettbewerbsfähige Preise, modernste industrielle Fähigkeiten und Technologien in ganz Europa verfügen werde.

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