Sandoz will mehr als 150 Mio. EUR in Tirol investieren

20. August 2020

Sandoz will mehr als 150 Mio. EUR in Tirol investieren

Novartis hat Ende Juli Pläne für ein Investitionsvorhaben in Tirol angekündigt. In einem Schulterschluss mit der österreichischen Bundesregierung will die Generikadivision Sandoz des Schweizer Pharmakonzerns mehr als 150 Mio. EUR am Standort Kundl investieren, um die integrierte Herstellung von Antibiotika in Europa langfristig zu stärken.
In den kommenden fünf Jahren plant die Novartis-Division mehr als 150 Mio. EUR zu investieren, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der integrierten Antibiotikaproduktion in Kundl zu sichern. Das soll durch neue und optimierte Prozesse für aktive pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) und fertige Darreichungsformen (FDF) erzielt werden.

Im Rahmen des gemeinsamen Vorhabens wird die österreichische Bundesregierung Fördermittel von rund 50 Mio. EUR zur Verfügung stellen bzw. koordinieren. Dies ist Teil der Bemühungen der Alpenrepublik, die in Europa ansässige Produktion von wichtigen Medikamenten zu stärken. Novartis und die österreichische Regierung rechnen mit einem formellen Abschluss des Abkommens noch vor Ende des Jahres.
Sandoz-CEO Richard Saynor erklärte: „Dieses Vorhaben ist ein großartiges Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem privaten Sektor, um langfristig die Patienteninteressen innerhalb und außerhalb Europas zu sichern. Antibiotika sind das Rückgrat moderner Medizin, und unser Werk in Kundl ist die letzte verbliebene voll integrierte Antibiotikaproduktion in der westlichen Welt, in der sowohl die Wirkstoffe als auch Fertigformen hergestellt werden. Dieses gemeinsame Investitionsvorhaben soll dazu beitragen, dass dies auch so bleibt.“

Michael Kocher, Landespräsident von Novartis in Österreich, fügte hinzu: „Das ist ein weiteres hervorragendes Beispiel für das starke Bekenntnis zu unseren Produktionsstandorten in Österreich. In den vergangenen 25 Jahren haben wir mehr als 2,5 Mrd. EUR in Österreich investiert. Wir schätzen den Schulterschluss mit der österreichischen Bundesregierung sehr, um die Antibiotikaproduktion in Österreich zu halten. Wichtig ist nun, dass wir im Dialog bleiben, um nachhaltige Preismodelle für Generika zu gestalten, die eine kostendeckende Produktion in Europa erlauben.“

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