Lonza erweitert Kapazität für mikrobielle Produktion in Visp

07. August 2020

Lonza erweitert Kapazität für mikrobielle Produktion in Visp

Lonza baut seine mikrobielle Produktionsanlage in Visp, Schweiz, aus. Die neue Anlage wird eine kommerzielle Produktion im mittleren Maßstab (3.000 l) für mehrere Kunden ermöglichen und insbesondere Lonzas langfristigem Partner Servier die zusätzlich benötigte Kapazität zur Verfügung stellen, um zukünftig mehr Patienten mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL), einer Krebserkrankung der weißen Blutkörperchen, behandeln zu können.

Servier und Lonza haben kürzlich eine langfristige Verlängerung ihrer Vereinbarung zur Herstellung von L-Asparaginase unterzeichnet, die seit 2009 am Lonza-Standort Visp produziert wird. Servier beabsichtigt, den Zugang zu auf Asparaginase basierenden Chemotherapeutika zu erleichtern, da ALL nach wie vor die häufigste Krebsart bei Kindern mit diagnostizierter Leukämie ist.

Die neue Anlage, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 in Betrieb gehen soll, wird die sechste sein, die in Lonzas neuem Biopark in Visp, der sich derzeit im Bau befindet, untergebracht sein wird. Sie wird an bestehende zentrale Versorgungseinrichtungen und Labors angebunden sein und die bestehenden Anlagen im Klein- (1.000 l) und Großmaßstab (15.000 l) ergänzen.

Üblicherweise für die Herstellung von Hormonen, Enzymen und einigen Impfstoffen verwendet, wird die mikrobielle Fermentation zunehmend attraktiv für neue molekulare Formate, die keine menschliche Glykosylierung benötigen, da sie höhere Ausbeuten und kürzere Produktionszeiten ermöglichen, sagte Lonza. Viele Antikörperfragmente sowie Plasmid-DNA können in mikrobiellen Systemen hergestellt werden.

Lonza sagte, dass es ständig die dazu erforderliche Technologie weiterentwickelt – einschließlich XS Technologies, einem umfangreichen mikrobiellen Expressions-Werkzeugkasten mit mehr als 3.000 einzelnen exprimierten Mikrobenstämmen –, zusammen mit einer Reihe von Produktionsanlagen, die Kunden von der klinischen Versorgung bis zur kommerziellen Produktion unterstützen sollen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.chemanager-online.com/

Weitere Newsartikel ansehen

Aktuelles