Thermo Fisher erwirbt Qiagen für 11,5 Mrd. USD

12. März 2020

Thermo Fisher erwirbt Qiagen für 11,5 Mrd. USD

Der US-Labortechnikkonzern Thermo Fisher Scientific übernimmt das Hildener Biotechnologieunternehmen Qiagen. Den Aktionären von Qiagen, dessen Holding ihren Sitz im niederländischen Venlo hat, wurde ein Angebot zum Erwerb aller Stammaktien unterbreitet. Das Kaufangebot bewertet Qiagen mit ca. 11,5 Mrd. USD und beinhaltet die Übernahme von ca. 1,4 Mrd. USD Nettoverschuldung.

Der Angebotspreis von 39 EUR pro Aktie in bar entspricht einer Prämie von etwa 23% auf den Schlusskurs der Qiagen-Stammaktien am 2. März 2020. Qiagen hatte noch kurz vor Weihnachten 2019 gemeldet, dass Gespräche mit potenziellen Käufern ergebnislos beendet worden seien. Für die nun doch zustande gekommene Übernahme könnte ein von Qiagen entwickelter Coronavirus-Test den Ausschlag gegeben haben.

Qiagen erwirtschaftete 2019 mit ca. 5.100 Mitarbeitern an 35 Standorten in mehr als 25 Ländern einen Umsatz von 1,53 Mrd. USD mit Lösungen für die Biowissenschaften und die molekulare Diagnostik. Ende 1984 von einem Wissenschaftlerteam der Universität Düsseldorf als Diagen Institut für Molekulare Diagnostik gegründet, ging das später in Qiagen umbenannte Biotechunternehmen im Jahr 1996 als bis dato erstes deutsches Unternehmen an die US-Technologiebörse NASDAQ. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Qiagen-Holding in Venlo.

Thermo Fisher ist mit einem Jahresumsatz von mehr als 25 Mrd. USD und weltweit 75.000 Beschäftigten führend bei der Bereitstellung von Analyse-Equipment für die wissenschaftliche und industrielle Forschung in Chemie und Life Sciences. Zu den Marken des US-Konzerns gehören Thermo Scientific, Applied Biosystems, Invitrogen, Fisher Scientific oder Patheon.

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