Evonik trennt sich für 3 Mrd. EUR von Methacrylat-Verbund

06. März 2019

Evonik trennt sich für 3 Mrd. EUR von Methacrylat-Verbund

Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für 3 Mrd. EUR an den Private Equity-Investor Advent International. Der Kaufpreis (Enterprise Value) entspricht dem 8,5-fachen EBITDA des EBITDA. Die Transaktion, die unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung in mehreren Ländern steht, soll im dritten Quartal 2019 abgeschlossen werden.

Evonik beschäftigt weltweit 3.900 Mitarbeiter in seinem 18 Produktionsstätten umfassenden Methacrylat-Verbund. Das Geschäft erwirtschaftete über zwischen 2016 und2018 ein durchschnittliches jährliches EBITDA von rund 350 Mio. EUR bei einem Umsatz von etwa 1,8 Mrd. EUR. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Evonik einen Umsatz und ein EBITDA in ähnlicher Höhe.

Der Verbund umfasst die Geschäftsgebiete Methacrylate, Acryl-Producte, CyPlus sowie Teile der Methacrylat-Harze. Im Zuge der strategischen Ausrichtung auf weniger konjunkturabhängige Spezialchemikalien hatte Evonik den Verbund zum Verkauf gestellt.

Die Beteiligungsgesellschaft Advent International zählt mit mehr als 30 Beteiligungen in über drei Jahrzehnten zu den weltweit erfahrensten Finanzinvestoren in der Chemieindustrie.

Der Nettokaufpreis (Equity Value) ergibt sich im Wesentlichen durch den Abzug von Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 500 Mio. EUR. Diesen wird Evonik zur Stärkung der Bilanzstruktur, vor allem aber für gezielte Wachstumsprojekte nutzen. Dazu zählt auch die Finanzierung der Übernahme des US-Chemnieunternehmens PeroxyChem, die Evonik im laufenden Jahr abschließen will.

Darüber hinaus sollen die Mittel zum Ausbau des bestehenden Spezialchemieportfolios verwendet werden, etwa für die Errichtung der neuen Polyamid-12-Anlage in Marl. Diese Geschäfte erwirtschaften laut Evonik eine attraktive Marge und generieren zugleich einen überdurchschnittlich hohen Cashflow.

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