Investor könnte Übernahme von Celgene durch BMS torpedieren

05. Februar 2019

Investor könnte Übernahme von Celgene durch BMS torpedieren

Die im Januar angekündigte Übernahme des amerikanischen Biopharma-Unternehmens Celgene durch Bristol-Myers Squibb (BMS) für 74 Mrd. USD könnte in Gefahr sein.

Analysten und Investoren waren bisher nicht sonderlich von der geplanten Transaktion beeindruckt, die als größte Akquisition im Pharmasektors gilt. Nun scheint es, dass ein aktivistischer Investor versuchen könnte, sie zu torpedieren.

Am 2. Februar enthüllte der Nachrichtendienst Bloomberg, dass der Hedgefonds Starboard Value – den er "einen bekannten Agitator" nannte – sich vor der Ankündigung der Transaktion an BMS beteiligt hatte. Weder die Höhe der Beteiligung noch alternative Pläne des Investors wurden bekannt gegeben.

Zu den jüngsten Schritten von Starboard gehörte es, das in Dublin ansässige Unternehmen Perrigo davon zu überzeugen, sein Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verkaufen. Es drängte auch die in Kalifornien ansässige Firma Depomed, sich zum Verkauf zu stellen.
Auf dem Pharmamarkt wird der Plan, Celgene zu kaufen, allgemein als eine Möglichkeit für BMS angesehen, mehr Kompetenz in seinem Immuno-Onkologie-Portfolio zu gewinnen und so mit US-Konkurrent Merck & Co. mithalten zu können. Mehrere Analysten haben jedoch Zweifel geäußert, dass das Biopharma-Unternehmen einen gesunden Schub erhalten würde, wenn es an den Pharmakonzern gebunden wäre. Die Aktien beider Transaktionsparteien haben sich in letzter Zeit unterdurchschnittlich entwickelt.

Ende Januar hat BMS niedrigere Wachstumsprognosen angekündigt, die den Aktienkurs des Unternehmens belasteten. Einige Marktbeobachter haben davor gewarnt, dass BMS nach der Akquise von Celgene selbst zu einem potenziellen Übernahmekandidaten werden könnte, während andere Analysten derzeit eine geringe Neigung zu Mega-Deals auf dem Markt sahen.

Der Analyst der Credit Suisse, Vamil Divan, zeigte sich zuversichtlicher in Bezug auf die Erfolgsaussichten der Übernahme und schrieb in einer Notiz an Kunden, dass er und seine Kollegen "weiterhin davon ausgehen, dass der Deal wie geplant abgeschlossen wird", trotz des im Hintergrund aktiven Investors.

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