WACKER stärkt sein Pharmaproteingeschäft und kauft eine Biotechnologieanlage in den Niederlanden

07. Juni 2018

WACKER stärkt sein Pharmaproteingeschäft und kauft eine Biotechnologieanlage in den Niederlanden

Die Wacker Chemie AG hat von SynCo Bio Partners Luxembourg S.à r.l. einen Produktionsstandort in den Niederlanden zur Herstellung von Biopharmazeutika, Lebendbakterien und Impfstoffen sowie das dazugehörige Geschäft erworben. Das gab der Münchner Chemiekonzern heute bekannt. Die bestehenden Kundenbeziehungen von SynCo wird WACKER mit hoher Priorität weiterführen. Ebenso werden die Mitarbeiter des Unternehmens weiterbeschäftigt. Zur Höhe des Kaufpreises haben die beiden Partner Stillschweigen vereinbart.

„Diese strategische Akquisition ist ein wichtiger Schritt für unser weiteres Wachstum im stark expandieren Markt für Biopharmaka“, begründete WACKER-Vorstandsmitglied Auguste Willems die Investition. „Mit der neuen Anlage können wir die starke Nachfrage des Markts auch in den kommenden Jahren sicher bedienen – und festigen so unsere Stellung als ein führender Auftragshersteller von biopharmazeutischen Proteinen mit mikrobiellen Technologien.“

Die im Jahr 2000 gegründete SynCo Bio Partners beschäftigt rund 110 Mitarbeiter und verfügt über zwei Fermentationslinien mit derzeitigen Kapazitäten von 1.500 und 270 Litern. Darin werden pharmazeutische Wirkstoffe für die klinische Prüfung, aber auch für die Marktversorgung durch mikrobielle Technologie hergestellt. Eine weitere Linie mit Einwegfermentern bietet zusätzliche und flexible Produktionsmöglichkeiten. Eine sterile Abfüllanlage für pharmazeutische Wirkstoffe („Fill & Finish“), die die komplette Herstellung vom Wirkstoff bis hin zum abgefüllten Produkt aus einer Hand ermöglicht, rundet das Dienstleistungsangebot ab. Die Anlagen entsprechen den Qualitätsrichtlinien der „Good Manufacturing Practice“ (GMP) und sind bereits von der europäischen Aufsichtsbehörde European Medicines Agency (EMA) und der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA) inspiziert und für die Herstellung bestimmter Pharmaproteine zugelassen.

„Der Ausbau unserer Produktionskapazitäten stärkt unsere Marktposition nachhaltig“, sagte Gerhard Schmid, Leiter des Geschäftsbereichs WACKER BIOSOLUTIONS: „Mit den zusätzlichen Fermentationslinien verdoppeln wir unsere bisherige Kapazität und erweitern so unsere Möglichkeiten zur kosteneffizienten Herstellung wichtiger Medikamente mit fortschrittlichen mikrobiellen Methoden. Wir freuen uns, die bestehenden Kunden von SynCo weiterhin umfassend zu betreuen und ihnen zudem die proprietären Technologien von Wacker Biotech anbieten zu können. Durch die Akquisition wird sich unser Technologie- und Dienstleistungs-Portfolio deutlich erweitern.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.wacker.com/cms/de/press_media/press-releases/pressinformation-detail_91520.jsp

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